das Glattal

Regionalkonferenz 28. Oktober 2022: Vom futuristischen Untergrund zur Wiederwahl

Die neu formierte glow-Steuerungsgruppe um Präsidentin Edith Zuber und Vize-Präsidentin Marlis Dürst.

An der Regionalkonferenz von glow. das Glattal galt es für die Legislaturperiode 2022 bis 2026 die Gremien neu zusammen zu setzen.  Zudem präsentierte Klaus Juch das Generationenprojekt «Cargo Sous Terrain» – ein faszinierendes, beinahe utopisch anmutendes unterirdisches Transportsystem.

Die Regionalkonferenz von glow. das Glattal im  neuen reformierten Kirchgemeindehaus Wallisellen widmete sich angesichts der noch jungen Legislaturperiode im glow-Gebiet am vergangenen Mittwochmorgen (26.10.22) einerseits den eigenen Wahlgeschäften. Andererseits sorgte eine Präsentation dafür, dass sich die glow-Protagonistinnen und -protagonisten im futuristischen Untergrund der Schweiz wähnten.

v.l.n.r.: Marlis Dürst, Präsidentin Edith Zuber, Christina Doll

Edith Zuber und Marlis Dürst wieder gewählt

Glow-Präsidentin Edith Zuber (Dietlikon) sowie Vizepräsidentin Marlis Dürst (Wangen-Brüttisellen) wurden von den Stimmberechtigten der Regionalkonferenz einstimmig für weitere vier Jahre in ihren Ämtern bestätigt. Mit Christina Doll von der Geschäftsstelle bilden sie also auch weiterhin ein bestens eingespieltes, erfahrenes und dynamisches glow-Trio.

In der Steuerungsgruppe, die traditionsgemäss den acht Stadt- oder Gemeindepräsidentinnen und -präsidenten entspricht, mussten die langjährigen Stützen Doris Meier und Paul Remund im Gremium ersetzt werden. Neu aufgenommen wurden Christian Pfaller (Bassersdorf) und Roman Schmid (Opfikon-Glattbrugg). Als Rechnungsprüfer wurde Christian Schmid wieder- und Beatrice Morger neugewählt.

v.l.n.r: Heidi Kläusler-Gysin, Selina Stampfli, Verena Frangi Granwehr

Die Arbeitsgruppen konnten bestätigt werden und erhielten allesamt neue Vorsitzende: Selina Stampfli (Jugend), Verena Frangi Granwehr (Integration) und Heidi Kläusler-Gysin (Soziales).

Der Präsident der Zürcher Planungsgruppe Glattal (ZPG) – Benno Hüppi – schilderte unter anderem den Revisionsverlauf des regionalen Richtplans.

Transporttunnelsystem bis 2045

Einen viel weiteren Zeithorizont kennt Klaus Juch, der Bau- und Technikleiter des gesamtschweizerischen Mammutprojekts «Cargo Sous Terrain» (CST). Bis ins Jahr 2045 soll unterirdisch mittels einem Tunnelsystem und selbstfahrenden schadstofffreien Automobilen das kleinteilige Transportwesen teilweise von der überlasteten Strasse in den Untergrund verlegt werden. «Das Projekt wird durch Aktionäre privat finanziert und wird mit 30 Milliarden beziffert. In einer ersten Bauetappe sollen ab 2024 von Härkingen SO nach Zürich die rund sieben Meter grossen Röhren meist zwischen 40 bis 60 Meter unter dem Erdboden verlegt werden. Aber nicht auf der grünen Wiese. Wir nutzen wo es nur geht bestehende Infrastrukturen», versicherte Juch, der selbst sein Amt in der CST-Geschäftsleitung erst seit zwei Monaten bekleidet.

Vertikale Hubs als Stationen

Die autonomen Fahrzeuge sehen ein wenig aus wie fahrende Transportboxen, in denen viele Waren befördert werden, welche heute in den stetig wachsenden Lieferwagenflotten über Land unterwegs zum (ungeduldigen) Endkunden sind. «Das Ziel ist es, in mehreren Bauetappen von St. Gallen bis Genf und von Basel nach Luzern, diese dreispurigen innovativen Tunnels plus vertikale Hubs – als Stationen mit Liftsystemen dazu – zu errichten, um mit unserem Gesamtlogistikprojekt samt letzter Meile künftig den Verkehr zu entlasten und die Umwelt zu schonen», erklärte Juch in enthusiastischer Manier.

Referent Klaus Juch mit Edith Zuber

Zeitplan «recht sportlich» gesteckt Für glow. das Glattal könnte CST irgendwann in der Zukunft interessant werden, wenn die Röhren zwischen Zürich-City und dem Flughafen in Kloten verlegt werden. Allerdings war man sich in der anschliessenden Fragerunde und Diskussion einig, dass der gesteckte Zeitplan «recht sportlich daher komme» für ein derartiges grosses Vorhaben, das auch noch rentabel sein und mancherorts auch mit Einsprachen rechnen müsse. Dennoch zeigte man sich beeindruckt, ja mancherorts gar ein wenig sprachlos ob der futuristisch-innovativen Vorgehensweise der vernetzten Macher von «Cargo Sous Terrain».

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