das Glattal

glow trifft die Stadt Zürich im Innovationspark Dübendorf

Die Hauptreferenten bei «Glow. das Glattal trifft die Stadt Zürich», von links: Roman Bächtold, Edith Zuber, Andrea Claudio Thöny, Corine Mauch und Fabian Streiff.

Vom Flugplatz zum High-Tech-Valley

Schritt für Schritt soll sich der Flugplatz Dübendorf in den kommenden 30 Jahren zum «High-Tech-Valley» entwickeln. Glow. das Glattal-Vertreter erfuhren kürzlich vor Ort interessante Innovationsparkfakten aus erster Hand und erhielten gleichzeitig Besuch der Zürcher Stadtpräsidentin Corine Mauch.

Denkmalgeschützte Hangare haben auch Ende 2021 einen grossen Vorteil: problemlos lässt sich hier in Zeiten der Corona-Pandemie ein sicherer Anlass durchführen – Platz für den nötigen Abstand ist in den geschichtsträchtigen Flugplatzhallen genügend vorhanden. Der Städte- und Gemeindeverbund Glow. das Glattal lud am 30. November auf den Dübendorfer Flugplatz zu einem verbindenden Anlass mit der Stadt Zürich ein. Leitende Protagonisten des generationenübergreifenden Mammut-Projekts «Innovationspark» gewährten Einblick in die geplante Transformation des weit über die Landesgrenzen bekannten Areals und beantworteten die brennendsten Fragen.

Vertreter von glow.das Glattal und der Stadt Zürich

Neue Lebensräume entstehen

Glow-Präsidentin Edith Zuber aus Dietlikon begrüsste rund 30 prominente Gäste aus Politik und Verwaltung, darunter fast alle Präsidentinnen und Präsidenten der acht Glow-Gemeinden. Als erster Referent informierte Roman Bächtold – Task-Force-Leiter Gebietsentwicklung – über den kürzlich veröffentlichten 200 Seiten dicken Synthesebericht. Er sprach von der riesigen und wohl einmaligen Chance, das grösste Stück Land im Raum Zürich nachhaltig entwickeln zu dürfen. Nachdem der Flugplatz für Generationen quasi eine verbotene Zone gewesen sei, werde der öffentliche Zugang über die Jahre zu einem lebendigen Treffpunkt für die Arbeit oder zur Erholung führen. «Neue Lebensräume entstehen um die Start- und Landebahn, 10 000 neue Arbeitsplätze in High-Tech- und Forschungsbereichen werden Schritt für Schritt geschaffen. Im regionalen Umfeld dürften rund 4000 Leute jobmässig vom Innovationspark profitieren. Wir rechnen mit etwa 1,9 Milliarden Franken Wertschöpfung jährlich», präzisierte Bächtold. Nur müsse man der Realität ins Auge blicken und anerkennen, dass dieser Wandel bis ins Jahr 2050 dauern werde. Diese Tatsache verlange «eine moralische Verbindlichkeit» der heute involvierten Player.

Roman Bächtold

Modulare Holzstrukturen im Innern

In der Folge stellte Andrea Claudio Thöny –  Gesamtprojektleiter Immobilienentwicklung Innovationspark Dübendorf – von der HRS Real Estate AG unter anderem die benötigten flexiblen Raumkombinationen vor. «In der ersten Etappe schaffen wir rund 100 000 Quadratmeter Geschossfläche. Nur können wir heute die künftigen Bedürfnisse der Gesellschaft noch nicht genau vorhersehen. Auf schnelle Veränderungen, vorerst in der Arbeitswelt, muss man reagieren können», erklärte er die komplexe Ausgangslage. Universelle Gebäudetypologien seien darum gefragt. Die geschützten altehrwürdigen Hallen würden im Innern mittels modularen Holzstrukturen in moderne Arbeitsflächen verwandelt. So präsentierte Thöny Innenansichten des bereits realisierten trendigen ZKB-Büros Züri für Startups im Feuerwehrgebäude.

Andrea Claudio Thöny

Big-Brand-Familie erhält wohl Zuwachs

Fabian Streiff, Leiter der Standortförderung des Kantons Zürich, prophezeite in seinem Referat, dass die bereits heute zahlreiche Big-Brand-Familie in seinem Kanton im künftigen High-Tech-Valley Zuwachs erhalten werde. ICT-,  Biotech- oder Finanz-Giganten würden sich den idealen Dübendorfer Standort mit den nahen ETH- oder Uni-Abgängern nicht entgehen lassen. Gleichzeitig unterstrich Streiff die Wichtigkeit, die regionale Eigeninnovationstätigkeit in den KMUs nach ein paar schwierigen Jahren wieder zu fördern und voran zu treiben.

Fabian Streiff

Corine Mauch in der Smart-City

Als besondere Ehre bei Glow galt der Besuch von Zürichs langjähriger Stadtpräsidentin Corine Mauch, die sich einerseits enorm freute über die neusten Informationen zum kantonalen Vorzeigeprojekt und andererseits im Sinne des Knowhow-Austausches «ihre» Stadt als Smart-City vorstellte. Gerade im Nebel der Corona-Krise seien digitale Dienstleistungen einer grossen Stadtverwaltung unentbehrlich. «Auch auf Angebotsebene haben wir gehandelt und beispielsweise mit einer Melde-App ein niederschwelliges Tool geschaffen, um in der Ausgangsstadt Zürich sexuelle Belästigungen im Nachtleben melden zu können», schilderte sie. Die Technik dürfe indes nur Mittel zum Zweck sein und die Menschlichkeit keinesfalls ersetzen, schloss sie den gelungenen Glow-Abend bei Innovation Switzerland.

Corine Mauch

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