Geschichte glow.das Glattal

Ein historischer Abriss

Alles begann 1988 auf der Jungfernfahrt des Busses 759 Richtung Flughafen-Kloten. Was damals vier Stadtpräsidenten als Idee aussprachen, präsentiert sich heute, über 30 Jahre später, als Verein von acht Glattal-Gemeinden unter dem Namen „glow. das Glattal“. Eine Gemeindekooperation, die sich zum Ziel gesetzt hat, den Lebens- und Arbeitsraum zu entwi­ckeln

2021

Die Glow Regionalkonferenz fand am 2. Juni 2021 statt mit dem Thema Zukunft der Energie und Energieregion – zusätzlich wurde auf das 20jährige Jubiläum angestossen.

2020

Das Corona-Jahr prägt die Planungen von glow.das Glattal, die Regionalkonferenz zum Thema Digitalisierung und Smart City kann erst am 28. Oktober stattfinden. Erstmals seit der Gründung im Jahr 2002 präsidiert den Vorsitz eine Frau: Edith Zuber, Gemeindepräsidentin Dietlikons, wurde einstimmig an der Regionalkonferenz als Nachfolgerin des bisherigen Präsidenten André Ingold gewählt, der neu das Präsidium der FRZ Flughafenregion Zürich innehält.

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2019

Die Regionalkonferenz am 15. Mai 2019 widmet sich dem Thema Startbahn 29, einer Initiative für Schüler/innen und Jugendliche zum Forschen und Experimentieren im Innovationspark Dübendorf.

Die zweite Regionalkonferenz am 30. Oktober 2019 stand unter dem Motto „Promo 35“ – Partizipation junger Menschen an der Gemeindepolitik. Ein anschliessender Workshop führte zu einem regen Austausch.

2018

Die Wahlen in den Gemeinden hatten auch Auswirkungen auf die Vertretungen bei glow. das Glattal: Bernhard Krismer, Wallisellen, gab nach 6 Jahren das Präsidium auf Ende Juni ab. Weitere Mitglieder der Steuerungsgruppe (Thomas Hardegger, Rümlang, Lothar Ziörjen, Dübendorf) wurden an der Sitzung vom 27. Juni verabschiedet. André Ingold, Dübendorf, Peter Meier, Rümlang und Peter Spörri, Wallisellen wurden als neue Mitglieder begrüsst. Die Vizepräsidentin Marlis Dürst, Wangen-Brüttisellen, führte danach den Verein in der Übergangszeit bis zur konstituierenden Regionalkonferenz am 31. Oktober.

An der Regionalkonferenz vom 16. Mai 2018 wurde neben statuarischen Geschäfte eine Alterskonferenz mit Vertretern der Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich, Urs Preuss, Tobias Wolf und dem Präsidenten des KZU, André Müller, durchgeführt. Nach der Alterskonferenz war die Gründung einer Gesundheitskonferenz (GEKO) ein Thema. Die Regionalkonferenz vom 31. Oktober stand im Zeichen der Neukonstituierung. André Ingold, Dübendorf, übernahm das Präsidium, Marlis Dürst wurde als Vizepräsidentin bestätigt. Bei den Arbeitsgruppen übernahm Susanne Hänni, Dübendorf, den Vorsitz der Arbeitsgruppe Jugend von Barbara Neff, Wallisellen. Claude Dougoud, Wangen-Brüttisellen, leitet die Arbeitsgruppe Soziales und ersetzt Beatrix Jud, Opfikon. Die Arbeitsgruppe Integration wird neu von Regula Kaeser, Kloten, geführt, die auf Thomas Hardegger, Rümlang, folgt. Zudem wurde informiert, dass die Geschäftsstelle von der Stadtverwaltung Opfikon zum Verein Flughafenregion Zürich zügelt.

Der Steuerungsgruppe wurde der Sportpass der Region Winterthur vorgestellt. Es wurde entschieden, die Zu- und Wegzugsbefragung nochmals gemeinsam (5 Gemeinden) mit dem statistischen Amt durchzuführen. Die Staatskundetests bei den Einbürgerungen wurden diskutiert. Sehr interessant war ein Besuch bei der Firma LUZI AG in Dietlikon, die sich mit Aromen beschäftigt.

Die Arbeitsgruppe Jugend widmete sich drei Themenschwerpunkten. Mit einem interactive Cup (FIFA-18-Turnier, Computerspiel) wurden in den Gemeinden und als Höhepunkt an der Züspa die Jugendlichen animiert. Die Identifikation mit der Gemeinde wurde im Rahmen von engage.ch gefördert.

2017

Am 16. Januar fand ein Treffen mit dem Stadtrat von Zürich in Wangen-Brüttisellen statt. Man tauschte sich intensiv zu den Themen Alter, Verkehr, Leistungsüberprüfung 2016 des Regierungsrats aus.

An der 1. Regionalkonferenz vom 17. Mai 2017 wurde das Thema „Jugend im urbanen Raum“ sowohl von wissenschaftlicher Seite als auch mit konkreten Beispielen aus den glow-Gemeinden vorgestellt.

Von der Gebietsplanung Mittleres Glattal der Gemeinden Bassersdorf, Dietlikon und Wangen-Brüttisellen sind national bedeutende Bahn- und Strassenprojekte erfasst (Brüttenertunnel und Glattalautobahn). glow. das Glattal unterstützt die betroffene Gemeinde Dietlikon auf politischer Ebene bei den Forderungen nach einer bevölkerungsverträglichen, unterirdischen Lösung.

Die glow-Gemeinden treten im Bereich Suchtprävention mit einer gemeinsamen Haltung auf. Die von allen Gemeinden verabschiedete Jugendschutz-Charta dient als Leitfaden für die Umsetzung in den Gemeinden. Die Arbeitsgruppe Soziales beschäftigte sich mit dem Thema Asylwesen und den Auswirkungen der kantonalen Abstimmung. Die kaum merkliche Wirkung des Wegfalls der Kleinkinderbetreuungsbeiträge und die Heimfinanzierung wurden diskutiert.

glow. das Glattal liess sich zum Thema „Landesausstellung X-27“ informieren. Das vorgestellte Konzept sieht die Ausstellung im Bereich des Flugplatzes Dübendorf vor. Die Erwachsenenbildungsinstitution WBK aus Dübendorf informierte über ihre Angebote und Entwicklungsabsichten. Themen wie Wahltermine, Revision der Gemeindeordnungen, Poststellennetz und Jugendheimfinanzierung wurden diskutiert. Die Präsidenten und Schreiber waren sehr beeindruck von einem Besuch der Stiftung Pigna, Raum für Menschen mit Behinderung, in Kloten, der am 27. September stattfand.

2016

Die Themenschwerpunkte waren im Jahr 2016 Verkehr und Migration: An der 1. Regionalkonferenz vom 11. Mai 2016 informierte Barbara Büschi, stellvertretende Direkto­rin des Staatsekretariats für Migration über die Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiati­ve, die Flüchtlingskrise und die Asylgesetzrevision. In einer spannenden Diskussion wurden verschiedene Fragen des Asylwesens diskutiert. An der 2. Regionalkonferenz vom 16. No­vember 2016 fand eine Verkehrskonferenz statt. Dabei wurden die Grossbauvorhaben von Bahn (Brüttenertunnel) und Strasse vorgestellt und diskutiert. Markus Buchwalder, Projektlei­ter Netzentwicklung Ost der SBB, Otto Noger, Chef der ASTRA-Filiale in Winterthur, Markus Traber, Chef Amt für Verkehr des Kantons Zürich, Benno Hüppi, Präsident der Zürcher Pla­nungsgruppe Glattal und Rainer Klostermann, Architekt und Städteplaner präsentierten die verschiedenen Verkehrsprojekte.

Die Arbeitsgruppe Jugend vertiefte das Thema „Urbanisierung und wachsende glow-Region“ an einer erfolgreichen Tagung. Eine Befragung von Jugendlichen zum Thema „Wie leben Kinder und Jugendliche im Glattal von morgen“ wurde durchgeführt. Die Arbeitsgruppe Sozia­les beschäftigte sich mit der Asylproblematik, Wuchermieten, der Tätigkeit der Sozialkonfe­renz, der Überarbeitung der SKOS-Richtlinien und der Finanzierung von Jugendheimen. Die Arbeitsgruppe Integration hatte ein Treffen mit Nina Gilgen, der neuen Leiterin der Kantona­len Fachstelle für Integrationsfragen. Die Leistungsvereinbarungen für die Weiterführung der Integrationsprogramme wurden abgeschlossen.

In der Steuerungsgruppe löste der ärztliche Notfalldienst aufgrund der Kündigung der SOS-Ärzte und einer sehr aktiven Ersatzorganisation einiges an Diskussionen aus. Die Entwick­lung des Flugplatzes Dübendorf und die Linienführung der Glattalautobahn wurde erörtert. Die Präsidenten und Schreiber besuchten dieses Jahr den Verein Plattform Glattal und besichtigten die verschiedenen Arbeitsintegrationsprojekte.

2015

Alle Gemeinden unterstützten in ihren Beschlüssen die strategische Ausrichtung „glow plus“ mit einer gewünschten Intensivierung der Zusammenarbeit. Die Statuten wurden an die neuen Gegebenheiten, vor allem in Bezug auf die Auslagerung der Wirtschaftsförderung an den Verein Flughafenregion Zürich, angepasst.

Als erste Umsetzungsmassnahme von „glow plus“ fand in Rümlang am 30. September ein Behördenanlass von ZPG und glow. das Glattal statt. Dabei wurde das Thema „Abstimmung Siedlung und Verkehr in der Airport Region“ von hochkarätigen Referenten präsentiert. Bei einem Treffen mit der Stadt Zürich wurden verschiedene Themen diskutiert. Vor allem im Bereich Verkehr soll eine engere Zusammenarbeit angestrebt werden. Die Arbeitsgruppe Jugend war mit verschiedenen Aktionen zum Thema „Jugendförderung wirkt“ präsent. Die Arbeitsgruppe Soziales brachte sich aktiv in die Diskussion um die SKOS-Richtlinien und die Überarbeitung der Statuten der Sozialkonferenz des Kantons Zürich ein. Bei der Arbeitsgruppe Verwaltungskoordination war die elektronische Geschäftsverwaltung ein spannendes Thema.

2014

Der Städtetag vom 28./29. August fand unter dem Titel „Mehr als Planung: Was macht die Stadt zur Stadt?“ in der glow-Region statt. Den Teilnehmern wurde am ersten Tag ein reich­haltiges Programm mit Begrüssung und Generalversammlung im Radisson Blu am Flugha­fen, Fachteil zur Städteplanung in der EMPA-Akademie in Dübendorf, den Bundesrat Johann Schneider-Ammann abschloss und Bankett im Glattzentrum geboten. Am Folgetag wurde eine reiche Palette von Exkursionen angeboten: „Glattalbahn und Stadtentwicklung“, „Der Flughafen“, „Bodenwaschanlage Rümlang“, „Forschung EMPA Dübendorf“ und „Skyguide Wangen-Brüttisellen“ waren die Themen. Mit einem Stehapéro wurden die zufriedenen Teil­nehmer am Mittag auf der Zuschauerterrasse des Flughafens Zürich verabschiedet. Verbin­dendes Element war die Glattalbahn, mit der die verschiedenen Anlässe der zwei Tage problemlos erreicht werden konnten.

Mittels Interviews, Fragebogen, einem Workshop und der Begleitung durch Prof. Dr. jur. Ursin Fetz und Prof. Dr. oec. Curdin Derungs von der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW), Chur, wurden mögliche Szenarien der Entwicklung von glow. das Glattal (glow light, glow plus und glow integral) diskutiert. Die Bewertung der Steuerungsgruppe ergab eine klare Aussage für glow plus mit einer Intensivierung der Zusammenarbeit. Die Gemeinden fassen bis Ende Januar 2015 zur Variante glow-plus entsprechende Beschlüsse.

„glattal – eine stadt im werden“ war das Thema einer hochkarätig besetzten Veranstaltung am 8. April 2014 in Bassersdorf. Die Gastgeberin Bassersdorf, die Zürcher Planungsgruppe Glattal und glow. das Glattal führten den sehr gut besuchten Anlass gemeinsam durch, an dem sich auch Regierungsrat Markus Kägi, Kantonsplaner Wilhelm Natrup und Planer Stefan Kurath (Urbanplus/Krokodil) beteiligten.

An der Regionalkonferenz vom 28. Mai 2014 wurde der Präsident Bernhard Krismer im Amt bestätigt, der Vizepräsident Kurt Schreiber mit Dank verabschiedet und Marlis Dürst als neue Vizepräsidentin gewählt.

2013

Die Diskussion über die Ausgestaltung der Zukunft von glow. das Glattal wurde weiter geführt. Die Arbeitsgruppe Zukunftsstrategie schlug eine Statutenänderung mit Anpassungen an die veränderten Aufgaben (ohne Standortförderung) und einer Umbenennung auf Glattal­stadt vor. Diese Umbenennung wurde in der Vernehmlassung abgelehnt und die Statutenän­derung aufgeschoben. Die Bewerbung für die Durchführung des Städtetags 2014 wurde mit einem Zuschlag belohnt.

Die Standortförderung Flughafenregion Zürich bot wiederum interessante und gut besuchte Anlässe für die Mitglieder an.

Die Arbeitsgruppe Entwicklung Glattal bereitete eine positive Stellungnahme für glow. das Glattal und die Gemeinden zum Innovationspark im Bereich Flugplatz Dübendorf und zur Streckenführung der Glattalbahn vor. Die Arbeitsgruppe Jugend hat ein Modellvorhaben glowal (regional planen, lokal handeln) angegangen. Die Arbeitsgruppe Soziales begleitete die Arbeitsaufnahme der KESB-Behörden und die Auflösung des Zweckverbandes Amtsvor­mundschaft. Bei verschiedenen Themen der Sozialhilfe (SKOS, Sozialkonferenz, Sozialhilfe­gesetz) wurde auf Bezirks- und kantonaler Ebene Einfluss genommen. Eine Gruppe von 15 Bürgermeistern aus Bosnien-Herzegowina besuchte mit Mitarbeitern des Departements für Entwicklungszusammenarbeit (DEZA) die Region und wurde vom Verein Flughafenregion und vom glow-Präsidenten empfangen und informiert.

2012

An der Regionalkonferenz trat René Huber, Stadtpräsident Kloten, nach zwei Jahren als glow-Präsident zurück, da er ein Jahr zuvor das Präsidium des Standortförderungsvereins Flughafenregion Zürich übernommen hatte. Bernhard Krismer, Gemeindepräsident Wallisel­len, wurde ehrenvoll als neuer Präsident gewählt.

Eine Arbeitsgruppe Zukunftsstrategie und die Steuerungsgruppe beschäftigten sich mit der Entwicklung von glow. das Glattal als Region zwischen den Städten Zürich und Winterthur.

Der neue Verein Flughafenregion Zürich bot viele gut besuchte Anlässe an. Die Mitglieder­zahl stieg bereits auf über 100 Firmen. Der Verein Zurich IT-Valley organisierte in Bern einen Data-Center-Anlass, an dem über 100 Personen teilnahmen. Es wird eine Zusammenarbeit mit e-Zürich und WIN LINK angestrebt.

Die Bibliotheken der Region arbeiteten enger zusammen und lancierten einen gemeinsamen Bibliotheksausweis. Die Arbeitsgruppe Jugend verabschiedete ein Grundlagenpapier zur Kin­der- und Jugendpartizipation und führte wiederum Partizipationsprojekte durch.

2011

Die Standortförderung konnte am 21. November mit der Gründungsversammlung des Vereins Flughafenregion Zürich erfolgreich verselbstständigt werden. 65 Firmen, die glow-Gemeinden und die Gemeinde Oberglatt waren als Mitglieder von Beginn an dabei. René Huber, Stadt­präsident Kloten und glow-Präsident, wurde zum Präsidenten gewählt. Der Vorstand ist mit Vertretern aus Politik und Wirtschaft besetzt.

Eddy van den Broeck, CEO Interxion, Opfikon, gründete mit Unterstützung von glow. das Glattal am 22. Juni die Interessengruppe Zurich IT-Valley mit rund 25 Mitgliedern aus der IT-Branche.

Die Junge Wirtschaftskammer Zürcher Unterland organisierte am 26. Oktober ihren zweiten Business Networking Day in Wallisellen mit Co-Organisator Christoph Lang und weiteren glow-Vertretern als Referenten zum Thema „Das Glattal – strategischer Knotenpunkt der Schweiz?!“.

Die meisten Gemeinden schlossen im Bereich Integration die Bedarfsanalysen des Pilotpro­jekts ab. Das Thema Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) war neben der Zukunft des Zweckverbands Amtsvormundschaft das dominante Thema der Arbeitsgruppe Soziales. Das BEE Projekt ist in den Gemeinden gut eingeführt und wurde mit einer letzten gemeinsamen Bewegungswoche abgeschlossen. Die Arbeitsgruppe Jugend griff mit „Lebenswelt öffentlicher Raum“ ein viel beachtetes Thema auf, das in den Gemeinden weiter geführt wurde. Eine Studie der Fachhochschule St. Gallen im Bereich Partizipation von Kin­dern und Jugendlichen enthielt viele Empfehlungen.

2010

Otto Halter, Gemeindepräsident Wallisellen, übergab nach 8 Jahren die Führung von glow. das Glattal an René Huber, Stadtpräsident von Kloten. Otto Halter wurde als langjähriger Vorsitzender und Zugpferd der Gemeindezusammenarbeit geehrt und verdankt.

Die 3. Etappe der Glattalbahn wurde feierlich eröffnet. Auf der ganzen Strecke wurden Akti­vitäten, Ausstellungen, Informationen und Kulinarisches angeboten, was auch zu einem ent­sprechenden Besucheransturm (rund 70’000 Besucher) führte. Neben den Gemeinden, war glow. das Glattal zusammen mit der Planungsgruppe Glattal mit einem interessanten Infor­mationszelt beim Glattzentrum präsent.

Die Lancierung einer Freizeit- und Velokarte für die glow-Region, die gemeinsam mit Pro Velo Zürich erarbeitet wurde, konnte am 25. August vorgestellt und an die Haushalte verteilt werden.

Mit einer weiteren Statutenänderung wurde die Effizienz des Vereins erhöht. Die vermehrt strategisch ausgerichteten Arbeitsgruppen Integration, Soziales, Jugend und Entwicklung Glattal wurden bestätigt. Projektgruppen wie BEE oder Verselbständigung Standortförderung wurden für die Umsetzung einer befristeten Aufgabe eingesetzt. Die neue Arbeitsgruppe Entwicklung Glattal beschäftigt sich in engem Kontakt mit der Zürcher Planungsgruppe Glat­tal (ZPG) mit übergeordneten Planungs- und Verkehrsfragen. Mit einem Positionspapier wurde die Entwicklung 2030 dem Kantonsrat und den Medien vorgestellt.

Der Projektgruppe Verselbstständigung Standortförderung wurde der Auftrag erteilt, in Zu­sammenarbeit mit namhaften Firmen eine schlagkräftige und selbstständige Standortförde­rungsorganisation aufzubauen, die künftig zusammen mit der Wirtschaft betrieben wird.

Die Standortförderung war erstmals an der Immobilienmesse Real-Site an der Messe Zürich präsent. Neben den vielen Beratungs- und Ansiedlungsaufgaben fand sich auch Zeit, sich für einen Seilpark in Kloten einzusetzen.
Die Arbeitsgruppe Integration erarbeitete eine Stellungnahme zum Integrationsgesetz. Dieses wurde allerdings später im Kantonsrat abgelehnt. Die Arbeitsgruppe Soziales diskutierte die Neuorganisation im Beriech Fachbehörden Erwachsenen und Kindesschutz. Die Projekt­gruppe BEE führte wiederum mit steigendem Erfolg die Bewegungswoche durch. Die Kan­tons-Module Purzelbaum, Ernährungsberatung, interaktives Theater „voll fett“ wurden in fünf Gemeinden weitergeführt. Die Arbeitsgruppe Jugend erarbeitete einen Elternratgeber in elf Sprachen und führte wiederum Jugendpartizipationswochen durch.

2009

Das vom Standortförderer organisierte 9. Wirtschaftsforum konnte mit Bundesrätin Doris Leuthard als Referentin auftrumpfen, was grosse Beachtung und einen neuen Teilnehmerre­kord bedeutete. Die Standortförderung war neben den Ansiedlungs- und Marketingaufgaben mit einer Überarbeitung der Standortförderungsbroschüre und verschiedenen Auftritten in Zeitschriften wie Immo-Invest, Attika oder Zürcher Wirtschaft beschäftigt. Ein Besuch der Berner Fachhochschule und die Konferenz der Stadt- und Gemeindeschreiber in der glow-Region trugen zur Bekanntheit bei. Mit dem Beitritt der glow-Mitgliedergemeinden zur Metro­politankonferenz ist die Region auch in diesem Gremium präsent. Kloten war ein Austra­gungsort der Eishockey-WM, woran sich die Region an einem Medienanlass beteiligte. Eine Freizeitkarte der Standortförderung des Kantons Zürich, in der die glow-Region vorteilhaft präsent ist, wurde an die Einwohner abgegeben.

Die Arbeitsgruppen waren sehr aktiv. Die Arbeitsgruppe Integration erreichte, dass glow. das Glattal als Pilotregion mit der Fachstelle Integration zusammen arbeitet. Sieben Gemeinden haben eine entsprechende Integrationsvereinbarung unterzeichnet.

Die Zusammenarbeit der Arbeitsgruppe Jugend trug nicht nur Früchte in Form einer weiteren Jugend-Partizipationswoche vom 21. – 29. März, sondern auch mit einer Auszeichnung von 4 Gemeinden mit dem Preis „Gemeinde mit Wirkung“.

Die zweite Bewegungswoche vom 12.-21. September war im Vergleich zum Vorjahr bedeu­tend erfolgreicher. Nach Ablauf der Pilotphase wurde Patrick Roth vom Institut für Sozial- und Präventivmedizin von Pia Bättig als Projektleiterin abgelöst. Vier von der kantonalen Gesund­heitsförderung unterstützte Module wurden ausgewählt und umgesetzt. Das Modul Purzel­baum mit Bewegungslandschaften in den Kindergärten ist gut eingeführt. Beim Modul Menü­plan konnten verschiedene Mitarbeiter von Institutionen sensibilisiert und ausgebildet werden (Kinderkrippen, Horte etc.). Je zwei Spielboxen werden den Gemeinden für Spielgruppen und Kindergärten zur Verfügung gestellt. Das Modul Pedibus, zu Fuss in die Schule, liess sich dagegen mangels interessierter Eltern nicht umsetzen.

Die Arbeitsgruppe Soziales diskutierte Themen wie SKOS-Richtlinien, Vormundschaftsgesetz und Asylpolitik. Die Resultate eines Think Tanks wurden vorgestellt. Dieser zeigte neben ver­schiedenen Möglichkeiten der Zusammenarbeit auch eine Vielzahl von Aktivitäten und Pro­jekten auf.

An einem Mobilitätsapéro konnten 70 Firmen begrüsst werden. Drei Gemeinden nahmen eine Mobilitätsberatung in Anspruch, was auch Vorbildfunktion erfüllt. Mit dem Kantonsplaner Wil­helm Natrup wurden verschiedene Szenarien der für die Region wichtigen Testplanung beim Flugplatz Dübendorf diskutiert.

2008

Die Eröffnung der 2. Etappe der Glattalbahn vom Glattpark (Opfikon) bis zum Flughafen war ein weiterer wichtiger Schritt für die Entwicklung der Region. Die Gemeinden und die Region waren am 13. Dezember am Einweihungsfest aktiv mit dabei.

Die Region entwickelte sich rasant, so dass viele neue Firmen angesiedelt werden konnten. Auch bei den Einwohnern konnte am 8. Dezember der 100’000 Einwohner der Netzstadt Glattal begrüsst werden.

Für die Förderung von Jungunternehmern wurde der Verein glaTec gegründet, der am 8. Wirtschaftsforum erstmals vorgestellt wurde. Er ermöglicht Jungunternehmern einen kos­tengünstigen Start an der EMPA in Dübendorf. Der Verein wird getragen von EMPA, Eawag, dem Amt für Wirtschaft und Arbeit, den Städten Dübendorf und Zürich und der Region glow. das Glattal.

Neben den Beratungs- und Ansiedlungstätigkeiten führte die Standortförderung eine Umfrage zu Leistung und zum Nutzen der Standortförderung durch, die die Wichtigkeit der Wirt­schaftsförderung bestätigte.

Die im Vorjahr diskutierte Organisationsanpassung wurde in Form einer Statutenänderung am 18. Juni genehmigt.

Eine neue Homepage von glow. das Glattal mit einer Portalfunktion, bei dem alle Mitglieder­gemeinden auf einen Blick erkennbar sind, wurde aufgeschaltet. Veranstaltungskalender und Firmenverzeichnisse der Gemeinden wurden zusammengefasst dargestellt. 

Die Arbeitsgruppe BEE bot in den Gemeinden mit der Bewegungswoche vom 13. bis 21. September eine riesige Vielfalt von Sportmöglichkeiten an. Mit dem Projekt Purzelbaum wurde in den Kindergärten das Bewegungsangebot gefördert. Mit dem Einbezug der Jugend­lichen in Diskussionen und Prozesse wurden in allen Gemeinden Jugendpartizipationsan­lässe durchgeführt. Nach Möglichkeit wurden von den Jugendlichen direkt kleinere Projekte umgesetzt. Im Rahmen des Projekts Mobilitätsberatung, das vom Kanton gefördert wurde, konnten mit verschiedene Firmen erste, kostenlose Impulsgespräche geführt werden.

Eine Arbeitsgruppe Integration wurde mit Blick auf die Aktivitäten im Kanton und die Prob­lemstellung in den Gemeinden gegründet und knüpfte erste Kontakte zu den Verantwortli­chen beim Kanton. Es wurde ein regelmässiger Austausch der IT-Verantwortlichen der glow-Gemeinden  ins Leben gerufen.

2007

Zur Stärkung der Zusammenarbeit wurde am 28. Februar ein Strategieworkshop durchge­führt, der die gute Vernetzung als Stärke auswies und einen Bedarf an Integration weiterer Kreise und grösserer Bekanntheit ergab. Eine Organisation, bei der breitere Kreise in die Regionalkonferenz einbezogen werden, wurde umgesetzt.

Die Gemeinden koordinierten ihre Vorgehensweise im Bereich der Radio- und Fern­sehsignalübertragung.

Mit einer Broschüre wurden erstmals die Tätigkeiten der Standortförderung an Anlässen wie dem Wirtschaftsforum oder der Tischmesse breiter bekannt gemacht. 

Die Arbeitsgruppe BEE entwickelte erste Aktivitäten für Vorschulkinder („Kinder im Gleichge­wicht“) und eine Bewegungswoche. In allen Gemeinden wurden während einer Woche kos­tenlos eine Vielzahl von Bewegungsmöglichkeiten von Vereinen und Privaten angeboten.

In einem Treffen mit dem Stadtrat von Zürich wurde die gemeinsame Entwicklung diskutiert.

2006

Mit der Eröffnung der ersten Etappe der Glattalbahn am 1. Dezember wurde ein bedeutendes Ziel erreicht. Diese wurde feierlich eingeweiht.

Otto Halter, Gemeindepräsident Wallisellen und Walter Fehr, Stadtpräsident Opfikon, wurden als Präsident und Vizepräsident für die neue Legislatur bestätigt. Nach dem Abschluss des Modellvorhabens wurden neben den Arbeitsgruppen Sport, Kultur, Internet, Verwaltungsko­operation und Marketing die Gruppen glow-Strukturen, Integration und Identifikation und Lebensraum eingesetzt. Im Bereich Jugendpartizipation fanden bereits erste vielverspre­chende Anlässe wie ein Workshop mit 120 Teilnehmern statt.

Die Standortförderung war neben der Beratungs- und Marketingtätigkeit auch an der Walli­seller-Gewerbemesse mit einem Stand vertreten.

Im Hardwald wurden am 1. Juli drei weitere Running-Walking-Trails eröffnet. Zudem bekam glow. das Glattal den Zuschlag für eine Teilnahme am Projekt Bewegung – Ernährung- Ent­spannung (BEE), das das Institut für Sozial- und Präventivmedizin begleitete und von Bund und Kanton unterstützt wurde.

2005

Das Modellvorhaben wurde mit einem Manifest und Aktionsvereinbarungen abgeschlossen. Die Standortförderung war aktiv in der Ansiedlung, im Marketing, in der Koordination und bei Veranstaltungen wie der 2. Tischmessse oder dem 5. Wirtschaftsforum.

Ein Weltrekordversuch im Schwimmen der Sportanlagen AG Wallisellen war ein stimmungs­voller Anlass, ohne jedoch den Weltrekord zu brechen. Ebenso war glow. das Glattal beim Donnschtigs-Jass des Fernsehens von Wangen-Brüttisellen und Dietlikon als Sponsor dabei. Ein erster Runnig-Walking Trail wurde in Rümlang mit Ryffel-Running, Helsana und der Pro­jektleiterin Karin Moor eingeweiht. Die Ausbildungsverantwortlichen der glow-Gemeinden bildeten eine Arbeitsgruppe.

2004

Die erste Tischmesse im Kanton Zürich wurde am 8./9. Oktober 2004 in Kloten durchgeführt. Dabei präsentierten sich die Firmen mit ihren Produkten und Dienstleistungen auf kleinstem Raum. Der Kontakt unter den Firmen stand hier im Vordergrund. Am 28./29. Oktober 2005 in Wallisellen und am 20./21. April 2007 wiederum in Kloten konnten weitere Tischmessen durchgeführt werden. Die Tischmesse 2009 musste mangels Interessenten abgesagt werden.

Das Modellvorhaben und die Steigerung der Aktivitäten der Standortförderung prägten das Jahr 2004. So wurde eine Marketing-Gruppe zur Unterstützung des Standortförderers mit Firmenvertretern gegründet. Am 8./9. Oktober 2004 wurde die erste Tischmesse im Kanton Zürich durchgeführt.

2003

glow. das Glattal machte sich im Jahre 2003 dafür stark, dass im Rahmen der Revision der Kantonsverfassung ein Versuchsartikel Platz findet, der eine Kooperation von Gemeinden im Sinne von Zweckgemeinden fördert. Dies scheiterte aber in der Diskussion zur neuen Kan­tonsverfassung. Die Gemeinden von glow. das Glattal betonten dabei die Bedeutung der Gemeindeautonomie. Das ebenfalls zur Diskussion stehende Regionenmodell mit einer wei­teren Parlamentsebene wurde aus diesem Grunde abgelehnt.

Die Unterstützung des Projekts Glattalbahn trug mit der positiven Volksabstimmung Früchte. Es bildete sich eine Arbeitsgruppe Verwaltungskoordination. Im Zentrum der Tätigkeiten standen aber vor allem der Aufbau der Standortförderung, die Neulancierung der Homepage und der Start eines Modellvorhabens:

Das Modellvorhaben

Aufgrund von externen Anstössen wurde glow. das Glattal auf die Agglomerationspolitik des Bundes aufmerksam. Die Modellvorhaben des Bundes boten die Möglichkeit, die Zusam­menarbeit strukturiert anzugehen. Trotz der bisherigen gemeinsamen Erfolge waren immer wieder Grenzen der auf informellen Strukturen basierenden Zusammenarbeit spürbar. Fragen nach Sinn und Zweck, Verbindlichkeit, Legitimation, Finanzierung und Ausführenden traten immer wieder auf. glow. das Glattal hatte sich zudem bei den Behörden noch nicht überall etabliert. Fragen, wie aus der Zweckgemeinschaft allenfalls eine Netzstadt entwickelt werden kann, waren deshalb Motivation, das Modellvorhaben für eine gemeinsame Gestaltung des Lebensraumes in Angriff zu nehmen. Dabei legte die Region Wert darauf, dass nicht nur ver­kehrspolitische und raumplanerische, sondern auch soziale Themen behandelt wurden.

Ende 2003 konnte das Modellvorhaben starten. Neben der Bearbeitung von Projekten stan­den die Erkenntnisse zur institutionellen Zusammenarbeit im Zentrum der Arbeit. In einem Manifest wurden Aktionsvereinbarungen zu folgenden The­men verabschiedet (glow. das Glattal, 2006):

  • Partizipation von Kindern und Jugendlichen
  • Aufwertung des Lebensraums in den Dörfern und Städten
  • Aufwertung, Mehrfachnutzung und Vernetzung der Grünräume
  • Verbesserung der Unterstützung für Arbeitssuchende durch reg. Zusammenarbeit.

Das Projekt wurde von einem ETH-Team begleitet (Thierstein, Keller, Held, Gabi). Finanzielle Unterstützung leisteten neben dem Bund der ETH-Rat, der Kanton Zürich, die Zürcher Pla­nungsgruppe Glattal (ZPG) und die Verkehrsbetriebe Glattal.

Das Manifest wurde am Abschlussanlass vom 26. Januar 2006 allen Behördenmitgliedern präsentiert (glow. das Glattal, 2006). Die Arbeitsgruppen haben mit unterschiedlicher Inten­sität ihre Arbeit weitergeführt. Insbesondere der Bereich Jugendpartizipation wurde weiter entwickelt. Die raumplanerischen Fragen sind durch die ZPG abgedeckt, die allerdings ein grösseres Gebiet umfasst.

Gründung Verein glow.das Glattal, die Jahre 2001-2002

Die Formulierung gemeinsamer Ziele und die Verstärkung der Koordination zeigte Wirkung: Aus der IG ZUG wurde am 7. Juni 2001 glow. das Glattal.

Die Organisation hatte noch keine Rechtsper­sönlichkeit und fusste wie die alte IG ZUG auf einer einfachen Vereinbarung. Sie war aber bereits mit einer Regionalkonferenz (Gemein­depräsidenten und Schreibern), einer Vorbe­reitungsgruppe und Projektleitern ausgestattet.

Mit einem an der Zürcher Hochschule Winter­thur (Departement Wirtschaft und Management) bearbeiteten Konzept zur Kulturförderung (Rieser et al., 2001), der Einführung eines Wirtschaftsforums (erstmals am 29. Oktober 2001), einem Sport- und Kul­turkalender, einer Homepage und der Kontaktpflege mit der Wirtschaft wurden neue Aktivi­täten entfaltet. Der Einbezug der Wirtschaft wurde mehrfach diskutiert und als wichtig erach­tet, aber nur in geringem Masse umgesetzt.

Am 12. Juni 2002 wurde an der Regionalkonferenz der Verein glow. das Glattal gegründet, nachdem alle Gemeinden den Statuten zugestimmt hatten. Damit wurde die Region zu einer Rechtsperson. Die Organisation mit Regionalkonferenz, Steuerungsgruppe und Projektgrup­pen wurde beibehalten. Nach 11 Jahren Vorsitz, wurde Jürg Leuenberger, Stadtpräsident Opfikon mit grossem Dank verabschiedet und Otto Halter, Gemeindepräsident Wallisellen neu als Präsident gewählt.

Am 4. September 2002 mandatierte die Regionalkonferenz mit einem Pensum von 40% Christoph Lang als Standortförderer. Dieser übernahm primär Aufgaben der regionalen Wirt­schaftsförderung (Wirtschaftsforum, Tischmesse, Ansiedlungen, Beratung von Privaten und Gemeinden, Öffentlichkeitsarbeit, Vernetzung). Damit wurden die Schwergewichte definitiv auf die Standortförderung, die Zusammenarbeit der Gemeinden und die Öffentlichkeitsarbeit gelegt.

Zweckartikel der Statuten von glow.das Glattal

1990 – 2000 Interessengemeinschaft Zukunft Glattal (IG ZUG)

Die Wachstumsentwicklung in den Agglomerationsgemeinden zwischen Flughafen und Stadt Zürich regte die Präsidenten der Glattal-Gemeinden an, die drängende Verkehrsproblematik gemeinsam anzugehen. Die folgende Gründung der Interessengemeinschaft Zukunft Glattal (IG ZUG) im Jahre 1990 unter dem Vorsitz von Jürg Leuenberger, Stadtpräsident Opfikon, war zur damaligen Zeit pionierhaft.

Mit dabei waren die Städte Opfikon, Kloten, Wallisellen und Dübendorf. Die mit einer Vereinbarung geregelte Zusammenarbeit beschränkte sich primär auf Planungsfragen. Der Be­richt GLATTAL WOHIN, Probleme und Lösungsvorschläge  (Nie­derhauser, Steiger 1990) und
Abb. 1: Signet Interessengemeinschaft Zukunft Glattal     der Folgebericht GLATTAL WOHIN
                                                                                            (Niederhauser, Steiger, Arbter 1991)
wurden von den Gemeinden gemeinsam mit dem Zürcher Verkehrsverbund erarbeitet und bildeten die Grundlage für eine gemeinsame Entwicklungsplanung. Die Stadtbahn, die heu­tige Glattalbahn, wurde zum Hauptziel der IG ZUG. Die erste Etappe konnte denn auch kürz­lich im Jahre 2006 eingeweiht werden.

1995 wurde Rümlang in die IG ZUG aufgenommen. Zudem erhielt die Stadt Zürich Berater­status. Gleichzeitig wurde die Vereinbarung überarbeitet und der Zweck auf weitere Bereiche ausgedehnt. Die Kooperationsbasis der Gemeinden wurde damit ausgeweitet. Es wurden Themen wie New Public Management, gemeinsame Kulturveranstaltungen, Fluglärm oder Wirtschaftsförderung diskutiert. An den IG ZUG-Sitzungen nahmen schon bald neben den Präsidenten auch die Schreiber der Städte und Gemeinden teil. Die IG ZUG wurde als stra­tegisches Organ verstanden. Die effektive Koordination und Umsetzung im Operativen wurde an die Schreiber mit den Verwaltungen delegiert. Diese trafen sich denn auch zu separaten Sitzungen. Trotz dieser Öffnung der Zielsetzungen folgte eine eher passive Phase, in der nur zögerlich eine Annäherung stattfand.

1997 stiessen die Gemeinden Bassersdorf und Dietlikon zur IG ZUG. Dies war auch Anlass, die Fluglärmfragen in ein separates Gefäss, die Task Force Fluglärm (TFF), zu verschieben. Die IG ZUG wollte sich wieder vermehrt Entwicklungs- und Kooperationsfragen widmen.

In den Jahren 1999 und 2000 entstand dann aber Aufbruchstimmung. Einerseits stiess mit Wangen-Brüttisellen eine weitere Gemeinde dazu. Andererseits wurden zwei Studien in Auf­trag gegeben. Zum Thema Raumentwicklung wurde der Bericht „Raum Zürich Nord/Glattalstadt“ verfasst (Niederhauser, Meier 2001). Er wies nach, dass mit der Glattalb­ahn zwar ein grosses Ziel umgesetzt wird, in vielen Bereichen (Verkehr, Lärm, Durchmi­schung Wohn-, Arbeitsplätze) die gesetzten Ziele aber nicht erreicht worden sind. Ein weite­rer Bericht „Regionalmarketing Glattal“ (With 2000) wurde mit der Absicht in Auftrag gegeben, Grundlagen für den Aufbau einer Wirtschafts- und Standortförderung zu erhalten.

Aus beiden Berichten ging klar hervor, dass Raumplanung oder Wirtschaftsförderung nicht genügen, sondern dass eine ganzheitliche Standortförderung notwendig ist, die sich mit Lebensqualität, Sport, Bildung, Kultur Identität etc. befasst. Die Förderung eines Selbstver­ständnisses der Region, die Schaffung einer Identität, die Festlegung einer ganzheitlich aus­gerichteten Strategie wurden empfohlen. Das in autonome Gemeinden aufgeteilte mittlere Glattal verliert aufgrund der Aufsplitte­rung gegenüber den starken Partnern Stadt Zürich und Flughafen relativ an Gewicht. Um dies zu verhindern sollte eine engere Kooperation der Gemeinden angestrebt werden.

Dass die Agglomeration Glattal grosses Potential und grosse Bedeutung hat, zeigte das zeit­gleich erschienene Buch von Campi, Bucher und Zardini (2001) über die Glattalstadt, das die Netzstadt aus einer ganz anderen Sicht betrachtet, als zeitgenössische Stadt beschreibt und gleichzeitig als Führer über das Gebiet zwischen Zürich und Flughafen auftritt.

Die IG ZUG diskutierte in der Folge sowohl die Ziele, wie die Organisation und den Auftritt der Interessengemeinschaft. Verschiedene Projekte wurden dazu bearbeitet: Corporate identity, corporate design und Kommunikation, Kultur, Sport, Medien, Lebensraumgestaltung und Wirtschaftsförderung waren Projekte, die initiiert wurden. Die Zusammenarbeit auf operativer Ebene unter den Stadt- und Gemeindeschreibern wurde intensiviert.